Plätzchen im quasi Lockdown

Ich saß vor wenigen Tagen an meinem Küchentisch und habe die diesjährige Weihnachtsbäckerei geplant. Das ist einer der Vorteile an der Corona-Zeit, man hat schon im Oktober Muße sich über den Dezember und die anstehenden Feierlichkeiten Gedanken zu machen. Vor wenigen Minuten hat die Kanzlerin zudem angekündigt, dass unser Leben im November wieder massiv eingeschränkt wird.

In den vergangenen Jahren ist das Plätzchenbacken aus diversen Gründen ausgefallen, aber wann, wenn nicht in diesem Jahr, sollte es wieder aufgenommen werden?

Ich habe also die Dezember-Ausgaben der Zeitschrift “Essen & Trinken” aus dem Schrank geholt sowie die diversen Extrabeilagen der Zeitschriften “Brigitte”, “freundin”, “Für Sie” – alles verlässliche Ideengeberinnen für weihnachtliches Backwerk. Parallel dazu bin ich via social media in den intensiven Austausch mit Gleichgesinnten getreten. Keine große Überraschung: auch an anderen Orten wird die Coronazeit für ein friedliches Plätzchenback-Exzess genutzt. Auf dem Plan für dieses Jahr stehen:
– Florentiner. Ein Wunsch des Gatten.
– Vanillekipferl. Was wäre Advent ohne Vanillekipferl?
– Heidesand Orange. Heidesand ist eine Kindheitserinnerung, in diesem Jahr mit Orange.
– Herrnhuter Herzen. Ein Marmeladenklassiker, der sein muss.
– Spitzbuben. Da kommt Quittengelee rein. Und das ist sehr, sehr lecker!
– Kardamom-Zimt-Printen. Wenigstens ein neues Rezept ausprobieren, und es wird dieses hier!
– Barista-Plätzchen. Ist mit Nougat, denn ganz ohne Nougat mach das alles auch keinen Sinn.
– Zitronenschnecken. Ein explizierter Wunsch des Gatten: “Die habe ich in wohliger Erinnerung”. Und ja, die waren auch sehr gut!
– Zimtsterne. Zimtsterne, weil am Ende immer Eiweiß übrig bleibt und dann kann man noch schnell das Eiweiß verarbeiten.

Ob es am Ende wirklich neun verschiedene Sorten werden – ich weiß es nicht. Die Zeit in Ruhe und viel zu backen habe ich. Überhaupt der Backtag: Das wird selbstverständlich von langer Hand strategisch vorbereitet. Nach und nach wird alles eingekauft, der Profi weiß: Irgendwann im November stellt sich beispielsweise Aldi ganz auf die Weihnachtsbäckerei ein, dann bekommt man dort viele der Zutaten.

Am Vortag, bevor das große Backen beginnt, werden schon einmal alle unterschiedlichen Keksteige hergestellt. Die können dann in aller Ruhe vor sich hinruhen und auskühlen. Das ist wichtig, denn ein kalter Teil lässt sich viel leichter und angenehmer verarbeiten. Ja und dann heißt es früh aufstehen, Schürze umbinden und los geht es!

Rezept-Sammlung. Und Keksdose mit Königin.

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