Sommerfreuden

Zwei anstrengende Wochen liegen hinter mir. Ich habe fast durchgehend gearbeitet, das alleine war schon anstrengend. Hinzu kommen zwei sehr unerwartete Verluste, zwei Menschen, die in meinem Leben waren, sind nicht mehr da. Innerhalb weniger Stunden erreichten mich die Nachrichten.

Nun ist Samstag, die Sonne scheint, es ist ein wunderbarer Tag. Nach dem aufstehen bin ich ins Schwimmbad geradelt und geschwommen. Das ist für mich wie ein kleiner Kurzurlaub: blauer Himmel, Sonnenschein und dabei entspannt schwimme – ich habe davon an dieser Stelle bereits geschrieben. Um diese Uhrzeit, also alles was vor zehn Uhr ist, versammeln sich auch nur die Schwimmer-Schwimmer im Freibad. Die halt schwimmen wollen, man ist rücksichtsvoll miteinander, macht Platz, passt auf, so meine Erfahrung. Ab 9 Uhr kommen die ersten Familien ins Bad, gefolgt von Jugendlichen. Die Anschaffung einer Jahreskarte war eine der besten Investitionen dieses Jahres.

Ich bin kürzlich am späten Nachmittag im Bad gewesen, dann ist es logischerweise voll und so entspannt schwimmen ist dann nicht mehr ohne weiteres möglich. Mein Bad ist das Columbiabad in Neukölln, das regelmäßig in den Schlagzeilen ist. So auch vergangenen Sonntag, als es zu einem Handgemenge kam und das Bad geräumt wurde – und ich mittendrin. Nicht im Handgemenge, das habe ich nur aus der Ferne beobachtet. Als die Durchsage kam, dass das Bad geräumt wird und die ersten Polizisten auftauchten, hielt ich es für klüger, zu gehen.

Aber zurück zum heutigen Tag. Vor wenigen Tagen habe ich mir einen neuen Tisch und ein Hochlehner-Stuhl für den Balkon gekauft, nun sitze an diesen Möbeln auf dem Balkon, bei entspanntenn 21 Grad, es ist kurz nach zehn, trinke meinen Earl Grey und genieße den Moment. Durchatmen. Ich werde nachher zum Markt gehen, auch das ist mir ein Vergnügen. Besonders in dieser Jahreszeit. Die Stände sind voll mit Obst und Gemüse der Saison, regional und saisonal einkaufen ist nie einfacher wie im Sommer.

Heute Abend gehe ich mit einem Freund essen, auch darauf freue ich mich. Sardische Küche steht auf dem Programm, ich habe die Karte mehrmals studiert und mir jetzt schon überlegt, was ich essen werde. Das mache ich übrigens immer. Bevor ich essen gehe, studiere ich online die Speisekarte und überlege mir, was ich bestelle. Tagesaktuelle Karten machen meine Pläne dann allerdings oft wieder zunichte, aber egal. Ich war gut vorbereitet!

Auch wenn das Leben gerade sehr angenehm ist, ich fürchte nur, im Herbst wird sich das wieder ändern. Denn das, was sich dort am Horizont abzeichnet, sieht nicht gut aus. Corona wird wahrscheinlich wieder eine dominierende Rolle übernehmen, heute warnt die Bundesnetzagentur, dass Russland nach der üblichen Wartung der Gasleitung die Gaslieferungen komplett einstellen könnte. Wie auch immer die konkreten Folgen dann für uns sein werden – schön wird es sicher nicht werden. Aber erstmal genieße ich den Sommer! Und das ist auch, was ich aus den vergangenen Tagen mitnehme. Das Leben kann so schnell und plötzlich vorbei sein. Schiebt nichts auf!

Großstadt oder flaches Land?

Die größte Motivation für mich, das Abitur zu bestehen, war die Aussicht auf ein Studium und damit die Garantie, die Kleinstadt verlassen zu können und in die Großstadt zu ziehen. Ich wollte unbedingt weg, raus aus der Provinz, hinein in die Großstadt, in das Leben, in das Abenteuer, weg vom langweiligen Dorfleben. Es gab viele […]

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Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Mai ist und bleibt einfach der schönste Monat des ganzen Jahres. Das sage ich nicht nur, weil der Mai mein Geburtstagsmonat ist. Es gibt viele Gründe, den Mai zu lieben. Der Mai ist überall schön, auf dem Land und in der Stadt. Anfang Mai lud […]

Winterparadies Dänemark

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Es wird ein Buch

Eigentlich wollte ich hier wieder regelmäßig bloggen und schreiben. Eigentlich. Aber nun ist hier erstmal Ruhe. Der Grund: Ich schreibe ein Buch. Ich kann es selber noch nicht so ganz glauben, aber der Vertrag ist unterschrieben und ich werde Buchautor. Bin Autor. Worum geht es? Es geht um Gorée, eine kleine Insel, die vor der […]

Torte am Weihnachtsmorgen

Auch heute, am Weihnachtsmorgen bin ich früh aufgewacht. Um kurz vor sieben war die Nacht vorbei und ich bin mit Decke und Laptop auf das Sofa gezogen. Habe mir einen Tee gekocht und ein Stück Torte dazu gegessen. Ich liebe Kuchen und Torte generell, aber besonders liebe es es, morgens Torte zu essen. Lecker! Während […]

Frühschicht im OP

Ich stehe seit zwei Stunden im OP, wieder viel los heute. Anders ausgedrückt: Ich bin seit kurz nach sechs wach, konnte nicht mehr schlafen. Also bin ich auf das Sofa gezogen und habe Grey’s Anatomy angemacht. Die beste Serie, wenn man unter Bettflucht aber noch nicht in den Tag starten will. Die medizinischen und menschlichen […]

Hamburg vor einem Jahr

Vor ziemlich genau einem Jahr war ich in Hamburg, meiner alten Heimatstadt. Ich habe Freunde besucht. 2019 war kein gutes Jahr, für mich nicht und auch viele andere nicht. Ich erinnere mich, dass in sozialen Netzwerken sehnsüchtig das Ende des Jahres und des Jahrzehnts herbeigesehnt wurde. 2020! Das klang vor einem Jahr wie eine Verheißung. […]

Laufen

Ich habe es tatsächlich getan, ich bin wieder laufen gewesen. Früher, so vor acht Jahren, bin ich eine zeitlang sehr regelmäßig gelaufen, 15-25 Kilometer in der Woche. Zwei, drei Jahre habe ich das gemacht, dann ist es irgendwie eingeschlafen. Jetzt packte es mich es wieder. Schwimmen geht nicht, ich sitze den ganzen Tag im Homeoffice, […]